Musik für Flöte und/oder Oboe und Klavier


erschienen

im Verlag Daniel Kunert 

Buch und Note

 

Beate Leibe

"Blumen im Wind"

für Flöte und Klavier

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erschienen

im Verlag Daniel Kunert 

Buch und Note

 NEU!

Beate Leibe

"Lamento"

für Oboe und Klavier

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Nachstehender Text wurde als Vorwort für das "Lamento" geschrieben, aber nicht gedruckt (warum auch immer).

Ich stelle ihn hier zum Lesen und Nachdenken zur Verfügung:

 

 "Ach Herr, wie lange?" (Psalm 6, 4)

 

Das Klagen ist in Verruf gekommen. "Lamentieren" mögen wir nicht, setzen es gleich mit "jammern auf hohem Niveau." Wir sagen: Nimm dich zusammen. Da musst Du eben durch. Denk positiv. Alles halb so schlimm.

Mach dies. Mach das. Lenk dich ab. Das ist nicht mein Problem. Das wird schon wieder.

 

Manchmal hilft das sogar. Oft verletzt es. Wir nehmen die Klage des Anderen, ob laut oder leise, nicht ernst, wehren sie ab. Wir hören und sehen den Jammer der Welt in den Nachrichten, doch beim Abendbrot bleibt uns der Bissen nicht mehr im Halse stecken.

 

Es wird uns zuviel. Die Klage überfordert uns. Sie erinnert uns schmerzhaft daran, wieviel mehr wir uns einbringen müssten, um das Leid um uns herum und in der Ferne ein wenig zu lindern. Grundsätzlich. Es wäre eine neue Lebenshaltung. Denn mit der Unterschrift bei einer Petion oder einer Spende ist es nicht getan. Es reicht nie aus. Die Klage des Anderen bleibt und stellt unser eigenes Wohlsein in Frage. Das macht uns Angst und wir wehren ab.

 

Es gibt noch eine andere Art der Klage, vor der wir hilflos verstummen. Eltern verlieren ihr Kind. Ehen scheitern. Erdbeben und Flutkatastrophen fordern Todesopfer. Jemand, den wir lieben, hat unerträgliche Schmerzen. Lebensträume sind geplatzt. Ein ungeliebter Alltag hält uns gefangen. Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort. -

 

Die Liste ist lang. Weil anscheinend alles von Allem abhängt, stecken wir mitten drin. Alle. Vor uns selbst können wir nicht davonlaufen. Tief im Innern wissen wir das. Unsere Tränen weinen wir heimlich, wenn wir glauben, sicher zu sein, dass uns niemand sieht. Seltsamerweise wird das durchaus akzeptiert. Ein Lamento aber ist ein Trauergesang, er macht die Klage öffentlich. Dagegen wehren wir uns. "Bitte keine Trauermusik", hört man oft als Wunsch der Hinterbliebenen bei einer Beerdigung.

 

Warum schämen wir uns, wenn wir weinen müssen? Vielleicht, weil wir - eigentlich - nicht viel zu lachen haben?

 

Das vorliegende Lamento klingt eher verhalten. Seine Klage erhebt sich aus dem tragischen Grund der Welt, schluchzt, hinterfragt, wiederholt sich, wird leiser und verstummt schließlich. Es ist ein Plädoyer für alle, deren Klage niemand mehr hören will.

 

Beate Leibe, im Dezember 2016


Beate Leibe

"In Memoriam"

für Querflöte, Oboe, Klavier

Preis: 10,00 € incl. MwSt.

"Sich erinnern gehört zum Leben hier und vielleicht auch in Ewigkeit. Davon erzählt diese Musik."

 

Das ganze Vorwort: PDF

 

 

Diese Musik wurde im Herbst 2014 zum ersten Mal aufgeführt.


Hier gibt es eine kleine Hörprobe aus dem damaligen Konzert

 

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